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Niedereschachs CDU hatte es insofern
leicht, als sie nach dem Umsturz auf Männer wie
Adolf Jerger, seinen Schwager Albert Jäger, Pfarrer
Heinrich Krieg, die Mitglieder der Sippe Glatz,
angefangen bei Albert über German, Karl und Bernhard
setzten konnte, die schon vor der Machtergreifung
mit dem Zentrum verbunden waren und dort
Verantwortung trugen. Männer wie Adolf Reiser, Adolf
Mink, Xaver King, Adolf Frieß stellten sich hinter
Stefan Hirth, der nach seinem KZ-Aufenthalt von der
Besatzungsmacht als Bürgermeister eingesetzt worden
war.
Als im Juli 1946 die CDU Vorgängerpartei gegründet
werden durfte, lag die Verantwortung schon in den
Händen von Männern welche der Aufgabe gewachsen
waren. Mit Prokurist Albert Jäger stand der Mann zur
Verfügung, der berufliches Wissen und Können für die
Führung der Partei einsetzen konnte. Bürgermeister
Stefan Hirth zog es 1948 vor, künftig als
Bürgermeisterstellvertreter unter Lorenz Mauthe zu
wirken, der bis zu seinem Tod 1966 die Geschicke der
Gemeinde im Sinne der CDU lenkte.
Er übernahm den Vorsitz der Partei, als Albert Jäger
altershalber sich aus der Verantwortung entbinden
ließ. Im Jahre 1965 verzichtete dann Stefan Hirth
auf eine weitere Amtszeit als Gemeinderat und sorgte
auch dafür, daß mit Gustav Vosseler ein junger
Landwirt und Enkel von Adolf Reiser die Führung der
heimischen Ortsgruppe übernahm.
Eine Zäsur gab es für die CDU bei der Kommunalwahl,
als man erstmals eine reine Parteiliste aufstellte,
nachdem die freien Wähler sich 1959 als weitere
Gruppe gebildet hatten.
Mit drei von 5 Mandaten errang man einen Erfolg, der
vor allem Elisabeth Simon zuzuschreiben war, welche
als erste Frau dem Gemeinderat angehörte. Solange,
bis gesundheitliche Gründe ihren Verzicht auf eine
weitere Kandidatur erzwangen.
Gustav Voseler war inzwischen von Siegfried Baumann
abgelöst worden. Die Wahl von Siegfried Baumann als
Bürgermeister in Unterkirnach brachte wieder eine
Lücke.
Dieter Mink übernahm solange die Vorstandschaft, bis
mit Konrad Asal eine Nachfolger gefunden war, der ab
1975 auch als Gemeinderat für die CDU wirken konnte.
Sein Amt war erleichtert dadurch, daß 1970
Bürgermeister Otto Sieber sein Amt antrat.
Dessen Entscheidung, auch
alsbald der CDU beizutreten machte die Arbeit
leichter, die zunächst im Zusammenhang mit der
Zwischenphase Bürgermeister Ernst Laufer kompliziert
geworden war.
Den ersten Wahlkampf von Erwin Teufel mit dem neu
eingeführten „Canvassing“ vor den Toren der Firmen
Jerger- und Peter-Uhren sah Dieter Mink letztmals
als Vorsitzenden.
Bürgermeister Otto Sieber als Aushängeschild und
Konrad Asal als Vorsitzender sorgten in den nächsten
Jahren und Jahrzehnten dafür, daß die
Verwaltungsreform gemeistert werden konnte ohne
allzutiefe Gräbenzu
hinterlassen.
Altbürgermeister
Dominik Spadinger aus Kappel arbeitete harmonisch
auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs bis zuletzt mit
Bürgermeister Sieber zusammen. Gräben in Fischbach
konnte Otto Sieber einebnen.
Die Junge Union blühte unter Bruno Hirth Junior aus
talentierten Fußballspielern und engagierten
Ministranten unterstützt von Konrad Asal als
Vorsitzenden.
Frank Scherzinger als Nachfolger von Konrad Asal tat
sich bei der Jugendarbeit mit dem
Kinderferienprogramm besonders hervor.
Aus dem Kinderferienprogramm der CDU ging dann sogar
das Kinderferienprogramm der Gemeinde hervor.
Selbstverständlich unterstützt von der CDU, die seit
dem Jahre 1994 in Max Fauler einen Vorsitzenden hat,
dem das sagenhafte Kunststück gelang, in seiner
bisherigen Amtszeit die Mitgliederzahl des
Ortsverbandes Niedereschach von 50 auf 151 zu
steigern.
Bezogen auf die
Einwohnerzahl schaffte er es, Niedereschach an die
Spitze im Kreisverband zu bringen. Möglicherweise
gar bundesweit, was allerdings nicht prüfbar ist.
Beweisbar aber ist der Erfolg des Ehepaares Manuela
und Max Fauler nicht zuletzt bei der Wiederbelebung
der Jungen Union.
Eine dynamische stattliche Ortsgruppe besteht heute,
welche im Kreisverband wichtige Führungsstellen
einnahm und noch einnimmt.
Marco Steffens als Kreisvorsitzender konnte mit
seinen Leuten in enger Zusammenarbeit mit dem
Ehepaar Fauler den letzten Landesparteitag der
Jungen Union im Ortsteil Fischbach durchführen.
Die Bodenackerhalle in Fischbach war auch der Ort,
an welchem die Nominierungsversammlung vor der
Bundestagswahl 2002 stattfand, bei welcher Siegfried
Kauder zum Nachfolger von Meinrad Belle gewählt
wurde.
Politiker erster Garde mit Erwin Teufel, Franz
Schuhmacher, Günther Öttinger, Thomas Schäuble und
Karl von Wogau konnten als Redner gewonnen werden.
Außergewöhnlich hohe Besucherzahlen konnte
Finanzminister Gerhard Mayer-Vorfelder anlocken, was
wohl mit seinem besonderen Ruf in Verbindung
gebracht werden kann.
Ganz erfolgreich waren Manuela und Max Fauler mit
der Kampagne zur letzten Landtagswahl. Innenminister
Beckstein als Franke schaffte es, während der
werktäglichen Arbeitszeit den „Eschachhof“ zu
füllen. Ergänzend hierzu gelang es den Passauer
Abgeordneten Konrad Kobler als Wahlkämpfer für
unseren Ministerpräsidenten zu gewinnen. Eine Folge
der Passau-Fahrten, welche Niedereschachs CDU für
Fastnachtsmuffel und CSU Fans seit 2000 durchführt.
Fahrten nach Berlin, ins Kernforschungszentrum
Karlsruhe mit Staatsministeriumsbesuch als Abschluß,
nach Rom oder auch zur Kinderzeche nach Dinkelsbühl
dienten der Stärkung des Zusammenhalts und der
Weiterbildung.
Pragmatisch praktisch machen sich Manuela und Max
Fauler immer wieder Gedanken, wie die CDU im Ort ins
Blickfeld der Bevölkerung gerückt werden kann.
Als die Diskussion der 30 km/h Zonen sich auswuchs,
sorgten beide dafür daß durch Haltelinien an den
Einmündungen und Kreuzungen die Verkehrsteilnehmer
auf die Sicherheitsaspekte hingewiesen wurden. Eine
CDU eigene Malkolonne führte die Arbeiten aus.
Der Spielplatz bei der evangelischen Jakobuskirche
wurde ehrenamtlich gepflegt und in Sachen Umwelt
sorgten die Faulers für die Gründung einer
Solarinitiative, in deren Folge nun auf den Dächern
der Schule Kollektoren Strom direkt aus der
Helligkeit erzeugen.
Unterstützt wurde die Krabbelstube und in letzter
Zeit Pater Edgar Weinmann, welcher derzeit in
Mosambik auf einer Missionsstation tätig ist. Die
CDU konnte bis heute über 20.000 € an
Unterstützungsgeldern überweisen, die durch Spenden
aus der Bevölkerung und durch die von Manuela Fauler
geplanten und mit durchgeführten Aktionen
zusammengetragen werden konnten. Eine sinnvolle Form
der direkten Entwicklungshilfe.
Gefeiert wurde natürlich auch. 50 Jahre CDU
Niedereschach konnten noch die Gründungsmitglieder
Karl Wipf und Alban Jäger miterleben. Allerdings
nicht persönlich anwesend sein konnte Alban Jäger.
Für ihn war sein Sohn Wolfgang gekommen, der als
Rektor der Universität Freiburg den bedeutendsten
gesellschaftlichen Rang der Mitglieder erreichen
konnte, die in Niedereschach ihre Wurzeln haben.
Mit Ministerpräsident Erwin Teufel war der Mann als
Festredner gekommen, der die Veranstaltung zu einem
unvergesslichen Erlebnis werden ließ.
Für die Gemeinde bleibt zu wünschen, daß die
Erfolgsgeschichte der CDU unter den erschwerten
Bedingungen fortgesetzt werden kann. Orientiert am
Wohl der Menschen das Beste zu machen, was im
kommunalen Bereich möglich ist und dafür zu sorgen,
daß die Partei auch im Bund wieder die Möglichkeit
schaffen wird, positiv Einfluß zu nehmen.
September 2003
Dieter Mink
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